20260609 Lass mal linteln Ausschnitt

Lass mal linteln! Einladung zum Dorfdialog

  • Veranstaltung zum Austausch über die Umnutzung der Kapelle, ein neues Dorfgemeinschaftshaus und Zukunftsperspektiven für den Ortskern
  • Donnerstag, 25. Juni 2026, 18 Uhr, Feuerwehrgerätehaus
  • Einladung durch die Stadt Rheda-Wiedenbrück und das Architekturbüro Ellertmann Schmitz mit Unterstützung des Dorfvereins „Lintel – wir für hier“.

Als die Lintelerinnen und Linteler 2024 eingeladen wurden, in der „Dorfwerkstatt“ im Feuerwehrhaus einen Abend lang über Zukunftsthemen für das Dorf nachzudenken war der Andrang riesig – in keinem Rheda-Wiedenbrücker Orsteil kamen mehr Teilnehmende. Jung und Alt entwickelten gemeinsam Anliegen und Themen für Lintels Weiterentwicklung. Einige davon wurden bereits umgsetzt, andere sind in Planung oder liegen noch auf dem Stapel zukünftiger Entwicklungsprojekte.

Workshop zur Umnutzung der Kapelle

Die Umnutzung der Kapelle war eines der zentralen Themen, dem nun eine neue Veranstaltung gewidmet ist, zu der die Stadt Rheda-Wiedenbrück und das Architekturbüro Ellertmann Schmitz aus Münster einladen. Am Donnerstag, den 25. Juni, sind um 18 Uhr wieder alle Bewohner:innen Lintels und Interessierte eingeladen, zu überlegen, wie die Zukunft der Kapelle etwa als Dorfgemeinschaftshaus aussehen kann und wie sie sich darüber hinaus ihren Dorfkern vorstellen.

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St. Antonius Kapelle in Lintel

Hintergrund: Immobilienvereinbarung und Machbarkeitsstudie

Der gesellschaftliche Wandel hin zu einem Präsenzverlust vieler Religionsgemeinschaften zeigte sich in den letzten Jahrzehnten nicht nur in Lintel und Wiedenbrück. Vor diesem Hintergrund hat sich das Erzbistum Paderborn in seiner Immobilienstrategie das Ziel gesetzt, pastorale Angebote möglichst zu erhalten und gleichzeitig den sich änderenden Bedingungen und Anforderungen Rechnung zu tragen. Wie in einigen anderen pastoralen Räumen auch wurde nach einem zweijährigen Prozess bereits 2024 die „Immobilienvereinbarung des pastoralen Raumes Reckenberg“ verabschiedet. Darin heißt es u. a. zur St. Antonius-Kapelle:

In der Antoniuskapelle Lintel (579 qm) aus dem Jahr 1952 wird bereits jetzt keine Sonntägliche Eucharistie mehr gefeiert. In Übereinkunft und frühzeitigem Einbezug der Linteler Vereine soll die Kapelle profaniert und zum Dorfgemeinschaftshaus in Besitz und Trägerschaft der Stadt umfunktioniert werden, in dem aber auch zukünftig gottesdienstliche Feiern, wie z.B. die Erstkommunion stattfinden können.

Immobilienvereinbarung des pastoralen Raumes Reckenberg (5.11.2024)

Um die Bedingungen einer Umnutzung auszuloten, wurde im vergangenen Jahr aus dem Dorfverein „Lintel – wir für hier“ ein Bürgerantrag gestellt, der die Ausschreibung einer Machbarkeitsstudie durch die Stadt Rheda-Wiedenbrück zum Ziel hatte. So soll professionell eingeschätzt werden, welche Möglichkeiten zu welchen Konditionen (langfristig) bestehen und dabei nicht nur die Kapelle selbst, sondern auch der gesamte Ortskern in den Blick genommen werden.

Nach positivem Bescheid im Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung ging der Auftrag für die Studie an das Münsteraner Architekturbüro Ellertmann Schmitz. Nach einer ersten Begehung mit Vertreter:innen aus dem Kapellenvorstand und der Dorfgemeinschaft im März erfolgte nun die Festlegung des Termins für den Dorfdialog auf den 25. Juni. Elementar für die Entwicklung von möglichen Szenarien für die Dorfmitte sind die Beiträge, Wünsche und Gedanken aus dem Dorf selbst – umso wichtiger ist daher eine Vielzahl an Teilnehmenden bei der Veranstaltung.

Die Veranstalter:innen von Ellertmann Schmitz haben übrigens zusammen mit der Stadtverwaltung Plakate und Flyer erstellt, die niemand, der in Lintel unterwegs ist, übersehen sollte.

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